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Binnenhäfen

Das Netz der an dem polnischen Abschnitt des Internationalen Wasserweges E70 gelegenen Binnenhäfen soll den Zugang zu den Seehäfen haben. Stettin (Szczecin), Swinemünde (Świnoujście) und ein Teil des an der Toten Weichsel (Martwa Wisła) des Hafens in Danzig (Gdańsk) und Elbing (Elbląg) erfüllen diese Voraussetzungen. Der Zugang zu dem Nordhafen in Danzig (Gdańsk), und auch zu dem Hafen in Gdingen (Gdynia) ist aber problematisch. Die Ursache bildet die Tatsache, dass die Einheiten auf dem offenen Meer segeln, woran sie nicht angepasst sind.

Wenn der Verkehr von Güterschiffen auf der Netze (Noteć) und Weichsel (Wisła) gesichert wird, kann man dann einen problemlosen Zugang zu den deutschen Häfen, wie Lübek (Lubeka), Bremen (Brema) oder Bremerhaven und auch zu den Haupthäfen von Belgien und den Niederlanden haben. All diese Häfen sind wegen einer großen Rolle des Güterbinnenverkehrs in deren Bedienung an den Empfang dieses Typs von Einheiten angepasst.

Die auf der Strecke des Internationalen Wasserweges E70 bestehenden Flusshäfen in Küstrin (Kostrzyn nad Odrą), Usch (Ujście), Bromberg (Bydgoszcz) und Marienburg (Malbork) besitzen die Infrastruktur, die in den 60-ger und 7-ger Jahren des 20.Jh. auf der Basis der Vorkriegseinrichtungen (mit Ausnahme des Hafens in Küstrin (Kostrzyn nad Odrą), der 1990 in Betrieb genommen wurde) entstanden ist. Das Funktionieren der Häfen und Umladestationen war bis 1990 eng mit der lokalen Wirtschaft verbunden. Nach den politischen Umwandlungen hörten viele staatliche Unternehmen auf zu funktionieren, infolgedessen ist das Interesse an dem Güterbinnenverkehr gesunken. Die Umladungen in den Häfen in Kreuz (Krzyż) und Usch (Ujście) wurden Ende der 90-ger Jahre realisiert.

In Marienburg (Malborku) hörte der Schiffsverkehr ca. 2004 auf. Es passierte, als die Schifffahrt durch das Frische Haff(Zalew Wiślany) geschlossen wurde, und im Hafen in Küstrin (Kostrzyn nad Odrą) wurde die letzte Barke 2007 bedient. Um diese Häfen zu beleben, sind solche infrastrukturellen Investitionen unentbehrlich, die den Zugang zu den Häfen vom Festland sichern. Im Rahmen der Revitalisierung des Internationalen Wasserweges E70 wird auch der Bau neuer Binnenhäfen in Landsberg an der Warthe (Gorzów Wielkopolski), Driesen (Drezdenko), Nakel (Nakło nad Notecią) vorgesehen. In diesen Städten gab es vor Jahren kleine Häfen und Umladestationen. Jetzt blieb nur in Landsberg an der Warthe (Gorzów Wielkopolski) am linken Wartheufer ein Kai, der für die Umschläge von Zuschlagstoffen und Stahlkonstruktionen vereinzelt genutzt wird.

Auf der polnischen Strecke des Internationalen Wasserweges E70 befinden sich folgende Flusshäfen:

1. der Handelshafen in Kreuz (Krzyż) mit der Fläche von 9,4 ha, er besitzt einen Hafenbecken mit der Fläche von 1,8 ha, die Länge des Umschlagkais ist 481 m lang, er ist 6 m breit, die Lagerflächen haben die Fläche von 1.678 qm, die Lagerobjekte haben die Fläche von 1.598 qm;

2. der Umschlagkai in Landesberg an der Warthe (Gorzów Wielkopolski) befindet sich am linken Wartheufer, er wird vereinzelt für Umschläge von Zuschlagstoffen und Stahlkonstruktionen genutzt;

3. der Hafen in Czernikau (Czarnków) befindet sich auf dem 132 km der Netze (Noteć);

4. der Handelshafen in Usch (Ujście) mit der Fläche von 8,1 ha, er besitzt einen Hafenbecken mit der Fläche von 4,2 ha, der Kai ist 580 m lang, der Umschlagkai ist 120 m lang, die Lagerplätze haben die Fläche von 2.000 qm, die Lagerobjekte haben die Fläche von 1.477 qm, der Kai ist 6 m breit;

5. der Umschlagkai in Nakel an der Netze (Nakło nad Notecią) ist 155 m lang; die Fläche von Lagerplätzen beträgt 4.000 qm, an Kais ist das Wasser 1,4-1,6 m tief;

6. der Handelshafen für Binnenschifffahrt in Bromberg (Bydgoszcz) befindet sich an der Brahe (Brda). Er gehört zu dem Unternehmen Bromberger Schifffahrt (Żegluga Bydgoska). Jetzt wird im Hafen vorwiegend der aus der Weichsel (Wisła) abgebaute Zuschlagstoff umgeladen und in den Hafen an der Brahe (Brda) befördert. Der Umschlagkai ist 420 m lang; die Fläche der Lagerplätze beträgt 3.800 qm, die Fläche der Lagerräume beträgt 1.430 qm, und die Tiefe 2-2,5 m. Überdies beträgt die Hafenfläche 13,3 ha, die Fläche des Hafenbeckens beträgt 4,5 ha, die Kais sind 500 m breit;

7. der Hafenport BR Bromberg (Bydgoszcz), die Umschlagkais sind 231 m lang; die Fläche der Lagerplätze beträgt 2.000 qm, die Fläche der Lageräume beträgt 1.300 qm und die Tiefe 2-2,5 m, die Kais sind 6 m breit;

8. der Holzhafen in Bromberg (Bydgoszcz), in dem Hafen wird Holz währen der Flößerei nach Westen mit der Wasserstraße Weichsel – Oder (Wisła-Odra) und während dessen Verarbeitung in dem örtlichen Holzverarbeitungsbetrieb gelagert. Der innere Hafen mit der Fläche von 60 ha wird jetzt als Regattastrecke genutzt;

9. die Flusshäfen in Thorn (Toruń). Thorn (Toruń) verfügt über vier Flusshäfen: - Holzhafen mit der Fläche 70,76 ha (der größte Arm der Weichsel [Wisła] in der Gegend von Thorn [Toruń], der Hafen ist natürlich gebildet, er besitzt 4 Anlegestellen und Erholungsgebiete), - Winterhafen (er wurde künstlich gebildet, die Fläche des Hafenbeckens beträgt ca. 5 ha, die größte Anlegestelle für Barken und Boote in Thorn [Toruń]), der Hafen des Akademischen Sportvereins (AZS) und – der Hafen Budowlani 10. Die gesamte Länge der Kais in Thorn (Toruń) beträgt 126 m; die Fläche der Lagerplätze beträgt 4.000 qm, die Fläche der Lagerräume beträgt 1.500 qm und die Tiefe - 5 m;

10. der Umschlagkai in Schulitz (Solec Kujawski) mit der Länge des Umschlagkais von 60 m, die Fläche der Lagerplätze beträgt 3.000 qm, er ist 2-2,5 m tief;

11. die Umschlagkais in Bromberg – Fordon (Bydgoszcz - Fordon) sind an der Weichsel (Wisła) gelegen, der erste Kai befindet sich auf dem 773,27 km, die Umschlagslänge des Kais beträgt 246 m und der ist 1,2-1,5 m tief, der zweite Kai ist auf dem 774,9 km und verfügt über 3.000 qm der Lagerfläche, er ist 2-2,5 m tief;

12. der Umschlagkai in Klein-Glogau (Głogówek), die Länge des Umschlagkais beträgt 60 m; die Fläche der Lagerplätze beträgt 1.200 qm, er ist 1,2-1,5 m tief;

13. der Hafen in Culm (Chełmno), die Gesamtlänge des Kais beträgt 86,5 m, der Hafen ist zwischen 1,0 m a 1,6 m tief;

14. der Umschlagkai in Graudenz (Grudziądz) mit der Gesamtlänge des Kais von 550 m, der Fläche der Lagerplätze von 1.000 qm und der Tiefe von 0,4-0,6 m;

15. der Hafen in Graudenz (Grudziądz) besitzt die Kais mit der Länge von 300 m und er ist zwischen 0,4 a 0,6 m tief;

16. der Hafen in Kurzebrack (Korzeniewo) mit der Gesamtfläche 2,3 ha, der Lagerfläche von 2,375 ha, der Becken ist 60 m lang und 12 m tief;

17. der Hafen in Dirschau (Tczew) entstand 1926, nach 1928 wegen des in Gdingen (Gdynia) gebauten Hafens verlor er an Bedeutung. Jetzt befindet sich hier die Passagier- und Segelanlegestelle, die im Zuge der Weichselboulevards gelegen ist.Die Passagieranlegestelle ist als ein fester Steg auf Betonpfählen ausgeführt und verfügt über eine Halteleine mit der Länge von 102 m. Der in Stromrichtung gelegene Steg erlaubt, dass die Schiffe mit der Gesamtlänge von nicht mehr als 125 m festgemacht werden können;

18. der Flusshafen Einlage (Przegalina) befindet sich neben der Schleuse mit dem gleichen Namen, es ist die Basis für Eisbrecher;

19. der Flusshafen in Marienburg (Malbork) wurde in der Zwischenkriegszeit gebaut, sein Eigentümer ist das Unternehmen Bromberger Schiffahrt AG (Żegluga Bydgoska S.A.), die Länge des Umschlagkais beträgt 480 m;

20. der Seehafen in Elbing (Elbląg) ist der größte polnische Hafen am Frischen Haff (Zalew Wiślany). Er ist am Elbing – Fluss in der Entfernung von 6 km zu dessen Mündung im Frischen Haff (Zalew Wiślany) gelegen. Er ist ein Regionalhafen, der die Güter- und Passagier- und Touristikküstenschifffahrt auf dem Haff und an der Ostsee bedient. Seine Gesamtfläche beträgt 470 ha, er ist 4,5 m lang, darin 2,5 m davon sind Hafenkais, die Tiefe des Fahrwassers schwankt zwischen 1,8 m bis zu 2,5 m.

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