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DIE WERDER-SCHLEIFE IM RADIO GDAŃSK

fot. Sławomir Lewandowski

Auf dem Deck des durch die Werder-Schleife fahrenden Hausboots fasste der Marschall der Woiwodschaft Pommern, Mieczysław Struk, die Umsetzung des Projekts der Werder-Schleife – Entwicklung der Wassertouristik – für die Journalisten des Senders Radio Gdańsk zusammen. Das Projekt wurde vor 10 Jahren durch den Vorstand der Woiwodschaft Pommern mit einem Beschluss angenommen.

Zwei Mannschaften – eine weibliche und eine männliche – waren eine Woche lang auf den geplanten Strecken unterwegs und erzählten im Radio Gdańsk über die gesehenen Ort- und Landschaften, sowie über die Einrichtungen für die Wassersportler.  

Das im Hafen von Suchacz anliegende Hausboot mit der weiblichen Journalistinnen-Besatzung wurde durch den Marschall der Woiwodschaft Pommern Mieczysław Struk besucht, in einem Gespräch stellte er die Ergebnisse der Umsetzung der Arbeiten in Zusammenhang mit der Entwicklung der Infrastruktur für die Segler im Weichsel-Delta und Frischen Haff dar. Vor 10 Jahren befanden sich hier nur verwüstete Anlegestellen und sehr kleine Häfen, die die Segler kaum aufnehmen konnten. Heute sieht es anders aus, man kann viele Hilfsrampen nutzen, viele Anlegestellen wurden neu gebaut. Das Projekt hat 84 Mio. PLN gekostet, aber  dieser Betrag wird leider nicht alle Bedürfnisse decken.  

Mieczysław Struk betonte auch, dass bei solchen Vorhaben das Einholen der Baugenehmigung aufgrund der Umweltbedingungen äußerst kompliziert ist. Ein gewisses Problem bilden auch die gesonderten Haushalte der Selbstverwaltungen. Die schwierige Wahl, die die Gemeinden oder Städte treffen müssen, bedeutet auch oft gleichzeitig Investitionsentscheidungen:  soll man die Anforderungen der Einwohner befriedigen oder eine Initiative unterstützen, die an einen engen Empfängerkreis gerichtet ist, aber den Rang der Gegend stärkt und Investoren anziehen kann? Als Beispiel erwähnte Marschall Struk die Investitionen in Wiślinka und Błotnik, wo die neugebaute Marina einen Investor angelockt hat, der Hausboote baut und neue Arbeitsplätze geschaffen hat.

Die das Gespräch durchführende Journalistin, Agnieszka Michajłow, fragte auch nach der Vereinbarung der vier Woiwodschaften bezüglich der nachhaltigen Entwicklung der Niederweichselregion. In seiner Antwort auf diese Frage sagte Marschall Struk, dass er „Initiativen dieser Art mit offenem Herzen begrüßt. Nach der Wende gab es kein Interesse für die Binnengewässer seitens der Regierungen. Es ist jetzt eine Behörde entstanden, die sich mit dieser Problematik beschäftigen soll, aber was daraus wird, das werden wir erst sehen. Diese Vereinbarung gibt wenigstens die Hoffnung, dass  Binnengewässer berücksichtigt werden."