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Entwicklung der Binnenwasserwege in Polen Während des II. Polnischen Forums des Verkehrskorridors Ostsee – Adria

Am 8. September 2015 in Danzig (Gdańsk) fand das II. „Forum des Verkehrskorridors Ostsee – Adria" im Rahmen der Internationalen Seemesse BALTEXPO 2015 statt. Die Entwicklungsbedingungen der Binnenwasserwege in Polen war eine der Fragen, über die es diskutiert wurde.

Der Moderator des Treffens war Dr. Tomasz Sowiński, der eine Einführung in die Binnenwege gehalten hat. Wie er gesagt hat, soweit man wenig über die Bahn spricht (nach Direktor Leszek Lewiński), über die Wasserwege spricht man nie. Er behauptete, dass es in Polen keine Koordinierung der Investitionen bezüglich der Weichsel und Oder gibt, und die Verwaltung der Wasser- und Binnenwirtschaft durch 6 Ressorts geführt wird, von denen jede seine eigene Ziele, ohne Besprechung mit anderen, erfüllt. Danach hat Jan Pyś, der Direktor des Amtes für Binnenschifffahrt in Breslau (Wrocław), gesagt, dass die Binnenschifffahrt ein großes Potenzial in Polen hat, und 80% der polnischen Industrie an den Flüssen platziert wird. Mariusz Gajda, Direktor für Wasseringenieurwesen und Umweltschutz M&I GAJDA in Danzig hat darüber informiert, dass die Deutschen ihre Pläne (von vor 80 Jahren) zur Binnenschifffahrt konsequent realisieren, und wir keine solche Konsequenz haben. Er hat auch gesagt (wogegen Dr. Sowiński polemisierte), dass es nicht notwendig ist, auf der Weichsel eine Kaskade zu bauen, sondern es wäre besser, einige kleine Staustufen zu bauen, um die Schiffbarkeit mindestens der IV. Klasse zu behalten. Der letzte Expert, Zbigniew Antonowicz, der Vizepräsident des Interessentenrates für den Hafen Stettin-Swinemünde (Szczecin - Świnoujście), war nicht zufrieden, dass die Oder-Wasserstraße sich innerhalb des Verkehrskorridors Ostsee-Adria befand, denn sie bezüglich der AGN-Vereinbarung konsultiert werden soll. Er behauptete, dass die Tschechen sich der Bedeutung der Binnenwasserwege bewusst sind und dass er eine Alternative zum Hafen in Hamburg haben möchte. Außerdem hat er gesagt, dass die Möglichkeiten der Anwendung des Verfahrens der öffentlich-privaten Partnerschaft im Zusammenhang mit der Revitalisierung des Oder-Wasserweg nicht rationell sind, denn die Durchführungsfriste für diesen Weg zu lang und fern sind (deshalb wird sich kein Investor anmelden). Er appellierte, dass die Person, die für die mit den Binnenwasserwegen verbundenen Versäumnisse verantwortlich ist, vor dem Staatstribunal gebracht werden soll. Das Forum ist eine gemeinsame Initiative der 6 Verbände, die eine Selbstverwaltungsvereinbarung für den Verkehrskorridor Ostsee-Adria bilden (nachstehend Vereinbarung genannt), die am 9. Dezember 2013 in Danzig abgeschlossen wurde. Die Vereinbarung wird durch die folgenden Träger gebildet: Verband der Städte der Bernsteinautobahn (SMAB), Verband der Seestädte und -gemeinde (ZMiGM), Verband der Weichselstädte (ZMN), Selbstverwaltungsverband der Autobahn A1 (SSA1), Verband der Polnischen Regionen des Verkehrskorridor Ostsee-Adria (SPRKTB-A), Konsortium der Selbstverwaltungen für die Revitalisierung der Kohlemagistrale Schlesien - Häfen (KSRMWŚ-P).

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